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Grundlagen für wirtschaftliches Messmittelmanagement |
Einleitung Die Anwendung technisch einwandfreier und wirtschaftlich optimaler Messverfahren und Messmittel hat eine große Bedeutung für die Qualitäts- und Prozesssicherung. In allen Phasen des Wertschöpfungsprozesses finden wir Messvorgänge. Durch Messmittelmanagement wird gewährleistet, dass in allen Produktionsprozessen "richtig" gemessen wird. Dazu müssen alle qualitätsrelevanten Messmittel regelmäßig kalibriert werden und auf nationale Normale rückgeführt sein. |
Durch die organisatorische Einbindung in das Qualitätswesen ist eine unparteiliche und unabhängige Arbeit sichergestellt. Bild 1 gibt eine Übersicht über die Einbindung eines Kalibrierlabors in die Gesamtorganisation. Der Leiter des Kalibrierlabors ist für den Aufbau, die Überwachung und für die ständige Verbesserung des Messmittelmanagementsystems verantwortlich. Die Kalibriertechniker sollten über eine umfangreiche messtechnische Ausbildung und langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Messtechnik verfügen. Durch geeignete Weiterbildungsmaßnahmen müssen die Kenntnisse der Kalibrierer ständig dem neuesten Stand angepasst werden. |
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Internationaler Kilogrammprototyp. Hergestellt 1880 aus 90% Platin und 10% Iridium, deren Dichte etwa 21,5g/cmE3 beträgt. ![]() Aufbewahrt im Bureau International des Poids et Measures (BIPM) in Frankreich. |
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Bei vielen Unternehmen ergibt sich die Notwendigkeit der konsequenten Rückführung von Messmitteln auf nationale Normale durch Kalibrierung aus der internationalen Vermarktung ihrer Produkte. Es wird überall mit "gleichem Maß" gemessen. Neben der allgemeinen Notwendigkeit sind im besonderen die juristischen Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Einschlägige Gesetze und Vorschriften sind ebenso zu beachten wie die vertraglichen Vereinbarungen gegenüber dem Käufer des Produktes (Gewährleistung für die Qualität des Produktes) und die Verpflichtung, nur Produkte in den Verkehr zu bringen, deren Sicherheit bei bestimmungsmäßigem Gebrauch nicht durch Fehler beeinträchtigt ist (1). |
wesentlichen aus drei Teilprozessen: |
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Unter die Messmittelplanung fallen die Aufgaben zur Planung der Verwendung von Messmitteln, ferner die Festlegung der Spezifikationen und Genauigkeitsforderungen. In ihrer Entscheidungsfindung greift die Messmittelplanung auf die Datenbasen der Messmittelverwaltung zurück. |
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Die Messmittelverwaltung beinhaltet die administrative Behandlung der Messmittel. Die Erfassung und Dokumentation der Stamm- und Bewegungsdaten (Kalibrierung, Standort), sowie die Verfolgung des aktuellen Status jedes erfaßten Messmittels sind die wesentlichen Aufgaben der Verwaltung. Zur Automatisierung der Planung und Verwaltung des internen Kalibrier-Services ist der Einsatz einer leistungsstarken Software empfelenswert. |
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Die Messmittelüberwachung wird häufig als übergeordneter Begriff für das Messmittelmanagement verwendet. Im eigentlichen Sinne hat die Messmittelüberwachung die Aufgabe sicherzustellen, dass die im Einsatz befindlichen Messmittel den vorgegebenen Anforderungen entsprechen. Hierzu sind folgende Maßnahmen zwingend erforderlich: |
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Alle zur Sicherung der Produktqualität eingesetzten Messmittel sollten regelmäßig hinsichtlich Funktion und Genauigkeit vom internen Kalibrierlabor geprüft oder die Prüfung bei einer anderen autorisierten Stelle z. B. Deutscher Kalibrierdienst (DKD) veranlaßt werden. Die Kalibrierung von Mess- und Prüfmitteln, die an Produktionsmaschinen oder Einrichtungen eingebaut sind, ist in der Regel bei der vorbeugenden Instandhaltung bzw. Wartung durchzuführen. Die Kalibrierintervalle der Messmittel müssen regelmäßig angepasst werden. Hierbei wird versucht, dass Gleichgewicht zwischen den Risiken und Kosten optimal zu gestalten. |
Status: KALIBRIERT Messmittel mit Einfluß auf die Produktqualität und Nutzung aller Funktionen / Bereiche. Status: TEILKALIBRIERT Messmittel mit Einfluß auf die Produktqualität und Nutzung einzelner Funktionen / Bereiche. |
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Die Kalibrier- und Prüfergebnisse müssen ausführlich genug aufgezeichnet werden, so dass die Rückführbarkeit/Rückverfolgbarkeit aller Messungen nachgewiesen werden kann und alle Messungen unter Bedingungen reproduziert werden können, die den ursprünglichen Bedingungen ähnlich sind. Im rechten Bild ist die Hierarchie der Kalibriernachweise dargestellt. |
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Die Kalibrierkette beschreibt eine messtechnische Hierarchie, in der das weniger genaue Messmittel am jeweils genaueren angeschlossen wird. Die Spitze dieser Kette bildet das staatliche Normal. Das rechte Bild zeigt die Kalibrierkette für den elektrischen Widerstand. |
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Die Kalibrierergebnisse der Bezugs- und Arbeitsnormalien sollten regelmäßig ausgewertet und graphisch aufbereitet werden. Aufgrund dieser Daten können die Kalibrierintervalle angepasst werden, um das Gleichgewicht zwischen Risiko und Kosten optimal zu gestalten. |
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Calibration: Philosophy in Practice Von erfahrenen Praktikern für Praktiker
geschriebenes umfangreiches Kalibrierhandbuch. Im Buch werden
alle Themen von den Grundlagen bis Kalibrierverfahren behandelt.
Nur in Englisch verfügbar. |
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Riskominimierung durch wirtschaftliches Meßmittelmanagement etz Heft 6/1998 |
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Richtige Kalibrierung und Prüfmittelverwaltung F&M 104 (1996) 4 |
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Kalibrieren - eigentlich ist alles klar... QZ 40 (1995) |
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Meßräume QZ 39 (1994) |
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Aufbau und Einführung einer Prüfmittelüberwachung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten in einem mittelständischen Unternehmen VDI-Z-Spezial, Messen und Überwachen, April 1993 |
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Wirtschaftliche Aspekte der Kalibrierung Elektronik 13, 1993 |
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